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Worauf bauen, woran glauben?
Warum evangelische Jugendarbeit?
Texte / Gebete von Dietrich Bonhoeffer
Wunsch für die Advents- und Weihnachtszeit
Erinnern um der Zukunft willen
Versuch einer Religionsdefinition
Glauben und Hoffen
Gesellschaftsbeschreibung
Texte zu Krieg & Frieden
Brief an meine Enkel von Dorothee Sölle


Worauf bauen, woran glauben?

Es war das Spektakel des letzten Jahrhunderts: An der Grenze Kanada/USA, wo die Niagarafälle 50 Meter in die Tiefe stürzen, sahen Tausende atemlos zu, wie N.N. über ein Stahlseil von 1500 m Länge lief. Wetten wurden abgeschlossen: Er schafft es, er schafft es nicht! Und tatsächlich: Er schafft es. Die Massen jubeln.
Aber er treibt es noch weiter: Statt der Stange zum Balancieren nimmt er eine Schubkarre und schiebt sie zurück über die volle Entfernung. Die Begeisterung der Zuschauer brandet auf und will kein Ende nehmen.
Schließlich bringt er alle zur Ruhe. Er fragt einen der begeisterten Menschen: “Was glaubst du: Kann ich auch einen Menschen in der Schubkarre oder auf meinen Schultern über die Fälle bringen?” Der Begeisterte ruft: “Ja klar, ganz sicher, das glaube ich dir.” Darauf der Akrobat: “Okay, dann setz du dich in die Schubkarre!” Atemlose Stille. Dann der angesprochene Mensch: “Ich?!? Nein, lieber doch nicht, das trau ich mir nicht, wer weiß, ob ich wirklich schwindelfrei bin, außerdem weiß ich ja nicht, ob ich jederzeit zurück kann ...”
Glaube ist also nicht das “Für-wahr-Halten”, sondern das “Sich einlassen” auf Gott, der/die viel kann: Abgründe überwinden und den Unglauben, die scheinbar sichere unentschiedene Zuschauerhaltung in der Masse der Sensationssüchtigen, die viel tun für die eigene Unterhaltung, aber wenig für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.
Wer sich auf den Glauben einlassen kann an den lebendigen Gott - für uns Christen am ehesten erkennbar in Jesus, dem Sohn Gottes -, wird das Heil, erfülltes Leben erfahren.





Warum evangelische Jugendarbeit?

80 % der Jugendlichen im Osten Deutschlands gaben bei einer Umfrage an, ohne Gott leben zu wollen.
Was würden wir sagen, wenn so viele angeben würden, daß sie ohne Wasser, ohne Luft, ohne Sonne und Licht, ohne die Wachstumsmacht der Natur, ohne die Liebe leben wollen? Sie bräuchten das alles nicht, denn es gebe ja Coca Cola, Lachgas, elektrisches Licht, menschliche Züchtungen im Reagenzglas, Kameradschaft und käufliche Liebe...

Wir wissen viel und können noch viel mehr Wissen anhäufen - im Kopf, in Regalen und unüberschaubar viel im Internet. Dennoch “wissen” wir grundlegende Geschichten nicht: Woher wir kommen und wohin wir letztlich gehen. Es gibt Fragen, deren Antwort wir nicht wirklich “wissen” können: Fragen zum Wunder des Lebens, die über Zeugung und Geburt hinaus gehen, Fragen zum Sinn des Lebens, zu maßgebenden Werten menschlichen Zusammenlebens, und Fragen, die über den Tod hinaus reichen.
Ihre Erfahrungen mit diesen Fragen haben Menschen immer wieder in Geschichten verdichtet, meist zu finden in den heiligen Schriften der Religionen. An die Stelle des unmöglichen Wissens in den wichtigsten Fragen setzen sie auf die Gewißheit, die aus dem Glauben, also dem Vertrauen auf die Wahrheit Gottes wachsen kann.




Texte / Gebete von Dietrich Bonhoeffer (4. Febr. 1906 in Breslau - 9. Apr. 1945 im KZ Flossenbürg)

Sohn des sehr bekannten Psychologen Prof. Karl Bonhoeffer studierte Dietrich B. in Berlin Theologie, war 21-jährig Doktor, 23-jährig Professor. Nach Auslandsaufenthalten (Barcelona, New York, London) erhielt er einen Lehrauftrag an der Berliner Universität. 1935 wurde er Leiter des Predigerseminars der Bekennenden Kirche. 1936 entzog ihm das NS-Regime die Lehrbefähigung an der Universität, später folgten Schreibverbot, Redeverbot, Veröffentlichungsverbot. 1939 wurde er zu Vorlesungen in die USA und dort zum Bleiben eingeladen, aber vor Kriegsbeginn kehrte er zurück. In der Heimat schloss er sich der politischen Widerstandsbewegung an. Am 05.04.43 wurde er verhaftet und trotz ergebnisloser Untersuchungen in Berliner Gefängnissen festgehalten und einen Monat vor Kriegsende auf Befehl Hitlers umgebracht.
Am 7. Juli 1999 starb in Göttingen 93-jährig Sabine Leibholz, die Zwillingsschwester Dietrich Bonhoeffers.
Am 04.02.2001, Bonhoeffers 95. Geburtstag, rief der Weltrat der Kirchen in Berlin die “Dekade zur Überwindung von Gewalt” aus: Zehn Jahre sollen sich Gemeinden, Gruppen und einzelne Christ/innen zur Minderung von Gewalt beitragen. Dem Weltrat gehören ca. 300 Kirchen an, vor allem protestantische und orthodoxe.
Über D. Bonhoeffers Leben und Werk gibt es zahlreiche Bücher und z.B. den Film: “Bonhoeffer - die letzte Stufe” (90 Minuten, Drehbuch: Gareth Jones).



WER BIN ICH?

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich? Sie sagen mit oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
Und vor mir selbst ein wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, dein bin ich, o Gott!



CHRISTEN UND HEIDEN

1
Menschen gehen zu Gott in ihrer Not,
flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot,
um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod.
So tun sie alle, alle, Christen und Heiden.

2
Menschen gehen zu Gott in Seiner Not,
finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot,
sehn ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod.
Christen stehen bei Gott in Seinem Leiden.

3
Gott geht zu den Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod,
und vergibt ihnen beiden.



Vertrauen

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.

Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
Soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
Vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum [Schicksal] ist,
sondern dasss er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.



VON GUTEN MÄCHTEN

(geschrieben Silvester 1944 im Gefängnis in Berlin-Tegel)

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das Alte unsrer Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last,
ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen,
das Heil, für das Du uns bereitet hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klag
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag,
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

(Dieses Gedicht ist weithin als Lied bekannt, wobei die letzte Strophe als Refrain gesungen wird.)





Wunsch für die Advents- und Weihnachtszeit:

Endlich

Endlich alles lassen können
nicht mehr jagen, nicht mehr rennen

irgendwo in Ruhe stehen
und sich selbst im Spiegel sehen

sitzen, träumen, sich bescheiden
aufhörn, andre zu beneiden

fern, ganz fern die Pforte ahnen
nicht mehr fliehen aus den Bahnen

leise werden, Augen schließen
bis die Ströme wieder fließen ...

Ute Latendorf




Erinnern um der Zukunft willen:
Gegen die atheistische Propaganda des SED-Staates zu DDR-Zeiten mit so netten Losungen wie “Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein” setze Pfarrer Brüsewitz (Zeitz) auf einem Schild in seinem Trabi: “Ohne Sonnenschein und Gott geht die ganze Welt bankrott”.





“Philosophie ist der Versuch, in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze zu fangen, die gar nicht drin ist.” (Pablo Cruz)
“Religion ist der Versuch, im Hellen und in der Liebe das Leben zu finden und zu leben, das eins ist mit Gott, das von ihm kommt und zu ihr führt.”





Glauben und Hoffen:

Ich glaube Jesus, weil er die beglückwünscht ("seligpreist"), die sich nicht über andere erheben, die andere nicht erniedrigen müssen, um "oben" zu sein. Er gratuliert allen, die fähig sind zum Trauern, die sanft und mutig sind und wahrhaftig, die nach Gerechtigkeit (für alle!) hungern und dürsten, die barmherzig sind (statt rücksichtslos), die Frieden schaffen und wegen all dem verfolgt, beleidigt und verleumdet werden.(s. Matthäus 5,3 ff.)

Auch wenn unsere gesellschaftlichen und kirchlichen Visionen nicht gerade gereift sind:
Unsere Hoffnung auf eine geistvolle Gemeinschaft ist keine Illusion, sondern Antwort auf die Zustände in unserer Welt und Ausdruck unseres Glaubens. Unsere Vision kann nicht abhängig sein von mehr oder weniger kurzfristigen historischen Ereignissen.
Ich habe in den vergangenen Jahren nicht zuletzt von unseren Freunden und Freundinnen aus dem südlichen Afrika gelernt, daß sich Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben, Freude am Leben und der alltägliche Kampf nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig bedingen und ergänzen.
(Friederike Schulze, 1997)





Wir leben in einer Gesellschaft, die der christlichen Botschaft von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Wahrhaftigkeit und Gewaltfreiheit mit Widerwillen begegnet. Viele empfinden die Bitte “Kehrt um, glaubt die gute Botschaft, laßt euch versöhnen mit Gott” (berechtigt) als Kritik an unserer Gesellschaft, unserem Lebensstil und an unserer Art miteinander umzugehen. Daß der bisherige und gegenwärtige Stil todessüchtig und lebensfeindlich ist, steht mindestens angesichts der Hungernden dieser Welt in einer Welt voller Überfluß und Macht außer Frage. Ohne Nachdenken, ohne Kritik und ohne Änderungsbereitschaft kann Kurswechsel, Umkehr nicht angegangen werden. Wer sich und andere daran erinnert bzw. erinnern läßt, läßt etwas zu von Gottes gutem Geist.




Texte zu Krieg & Frieden:


Ihr habt gehört, was gesagt wurde: "Es ist süß und ehrenvoll, für's Vaterland zu sterben..."
Ich aber sage euch: Es ist süß und ehrenvoll, für's Land und alle Menschen zu leben!
(nach Kardinal Faulhaber)

Denn der Krieg bringt nichts, er holt. (Johann Peter Hebel, Dichter und Pädagoge, 1760-1826)

Bezeichnet Krieg als das, was er immer und überall ist: eine Krankheit. Wann wurde je eine Krankheit durch Krankheit geheilt? Gilt denn das Gebot, Böses mit Gutem zu überwinden, nur manchmal? (...) Wenn ich heute Entscheidungen zu treffen habe, kann ich mich fragen: Ist mein Antrieb Machterhalt oder Eitelkeit oder Neid oder Misstrauen oder Feigheit oder - Liebe? (Elisabeth Kruse, Schulpfarrerin in Berlin, zum Predigttext "Bleibt in meiner Liebe... damit eure Freude vollkommen werde." aus Johannes 15, in "Die Kirche", 04.11.2001)

Kurt Tucholsky: Die Dänen sind geiziger als die Italiener. Alle Letten stehlen. Alle Bulgaren riechen schlecht. Rumänen sind tapferer als Franzosen. Russen unterschlagen Geld. Das alles ist nicht wahr, wird aber im nächsten Krieg gedruckt zu lesen sein.

"Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit. Denn Friede muss gewagt werden." (Dietrich Bonhoeffer, 1934)

"Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Friede ist der Weg." (Mahatma Gandhi)

Miteinander zu sprechen ist besser als gegeneinander zu schweigen. (Ignazio Silone)

Alle Leute haben eine Nähmaschine, ein Radio, einen Eisschrank und ein Telefon. "Was machen wir nun?" fragte der Fabrikbesitzer. "Bomben", sagte der Erfinder. "Krieg", sagte der General. "Wenn es denn gar nicht anders geht", sagte der Fabrikbesitzer. (Wolfgang Borchert: Lesebuchgeschichte)
Der Krieg hat seinen eigenen gut geschmierten Mechanismus, der selbsttätig läuft, der Frieden aber hängt noch immer von dem guten Willen der Menschen ab.
Alle müssen sparen. Sparen wir uns die Vorbereitung auf neuen Krieg!

Man hat ja
noch niemals versucht,
den Krieg ernsthaft
zu bekämpfen.
Man hat ja
noch niemals
alle Schulen und
alle Kirchen,
alle Kinos und alle
Zeitungen
für die Propaganda
des Krieges
gesperrt.
Man weiß also gar nicht,
wie eine Generation
aussähe,
die in der Luft
eines gesunden und
kampfesfreudigen,
aber kriegsablehnenden
Pazifismus
aufgewachsen ist.
Das weiß man nicht.
Man kennt nur
staatlich verhetzte
Jugend.

KURT TUCHOLSKY





Brief an meine Enkel
Von Dorothee Sölle (1929-2003)

Das Beten ist wie das Singen, wie das Loben ein Ausdruck der Liebe zu Gott.
Auf die Kirche bin ich manchmal ärgerlich, weil sie so oft nur zum Ausdruck bringt, dass Gott uns liebt, beschützt, wärmt, rettet. Das ist alles richtig, aber nicht genug. Es gibt keine Liebe, die so von einem allein auf andere träufelt, jede Liebe ist gegenseitig. Das allererste Gebot der Bibel heißt, dass du Gott "über alle Dinge, von ganzem Herzen, mit ganzer Kraft" lieben sollst. Denkt nicht, dass es Gott nicht kalt würe, wenn er diese Welt ansieht und ihre immer noch weiter wachsende Ungerechtigkeit. Bildet Euch nicht ein, Gott brauchte uns nicht, er braucht Euch alle vier: Miguel, Johanna, Samuel und Charlotte. Er ist in Euch versteckt und Ihr seid in ihm versteckt.
Dazu muss ich Euch noch eine Geschichte mitteilen, die von Johanna kommt. Einmal erzählte ich ihr etwas von früher. Sie fragte, wie Kinder das oft tun: "Wo war ich, als das passierte?" Ich sagte: "Du warst noch nicht auf der Welt." Das passte ihr nicht und sie fragte: "Aber wo war ich denn?" Ich, dumm wie Erwachsene halt so sind, meinte: "Du warst noch nicht geboren." Da wurde sie zornig und murrte: "Aber irgendwo muss ich doch gewesen sein!" Ich sagte etwas hilflos: "Ja du, du warst noch versteckt." Dann hat dieses vierjährige Kind einen Augenblick geschwiegen und nachgedacht. "Klar", sagte sie dann, "ich war in Gott versteckt."
Vergesst das bitte nicht, auch wenn die alte Mumama euch eines Tages keine Geschichten mehr erzählt.

(Aus dem gleichnamigen Sammelband der Ev. Verlagsanstalt. Dorothee Sölle hat diesen Text am Abend vor ihrem Tod auf einer Tagung in Bad Böll gelesen.)